Kindergarten Linsenhofen

Kindergartenarbeit transparent gemacht

Tag der offenen Tür in der Kinderkrippe Linsenhofen stellt Information zum pädagogischen Konzept in den Mittelpunkt

 

FRICKENHAUSEN-LINSENHOFEN. Im Zentrum des von Erzieherinnen und Kindern gestalteten Programms standen die in der neuen Konzeption festgeschriebenen sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder. Kindergartenleiterin Irmtraut Immisch begrüßte die zahlreichen Besucher bei strahlendem Sonnenschein im Garten der Einrichtung. Der feststehende Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr habe vor rund zwei Jahren den Anlass gegeben, die neue K inderkrippe zu planen und im Einklang damit die pädagogische Konzeption des Kindergartens zu überarbeiten, erläuterte Immisch. Dabei seien die sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder aus dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in Baden-Württemberg aufgenommen und durch die Angabe von Zielen und Qualitätsstandards konkretisiert worden. Dies sind Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl und Mitgefühl sowie Sinn, Werte und Religion. Der Tag der offenen Tür sollte die Kindergartenarbeit transparent machen, so Immisch.

Bürgermeister Simon Blessing brachte zum Ausdruck, wie sehr er es schätze, dass die Gesamtgemeinde mit sozialen Einrichtungen vom Kleinkindesalter bis ins Seniorenalter sehr gut aufgestellt sei. „Einrichtungen wie diese zu schaffen ist sehr wichtig“, verdeutlichte Blessing. Mit viel Liebe zum Detail sei der große Kellerraum zu neuen, helleren Räumen umgebaut worden, in denen sich die Krippenkinder nun wohlfühlen können.

Nach einem Begrüßungslied aller Kinder präsentierten die einzelnen Kindergartengruppen durch Bewegung, Sprache und Gesang jeweils eines der sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder. Die Regenbogen-Krippengruppe zeigte einen Tanz mit bunten Bändern und verdeutlichte damit die Sinne, während die Kinder der blauen Gruppe durch Buch- staben auf ihren T-Shirts und ein passendes Lied die Sprache darstellten. Die rote Gruppe präsentierte das Entwick- lungsfeld „Körper“ durch einen bewegungsintensiven Vortrag über eine Bärenjagd und die grüne Gruppe zeigte Gefühl, Mitgefühl sowie Sinn, Werte und Religion durch Ausdruck verschiedener Stimmungen und sichtbares Teamgefühl. Die gelbe Gruppe erklärte der Sprechpuppe „Technolinchen“, warum Luft immer ausreichend vorhanden ist und präsentierte somit das Entwicklungsfeld „Denken“.

Die Elternbeiratsvorsitzende Kathrin Häfner bedankte sich im Namen der Eltern für die tolle Arbeit, die das Kindergartenteam jeden Tag leistet. Das Schaffen einer Atmosphäre des Wohlbefindens, wie es im Leitgedanken der neuen Konzeption verankert sei, erfordere Geduld, Vertrauen, Akzeptanz, Anerkennung und Glauben, so Häfner.

Im Anschluss an das Eröffnungsprogramm hatten die Besucher Gelegenheit, die Arbeit des Kindergartens näher kennenzulernen. Auf Informationstafeln waren die Bildungs- und Entwicklungsfelder inklusive deren praktischer Umsetzung dokumentiert sowie mit konkreten Spielangeboten für die Kinder erlebbar gemacht worden. Informationsschilder gaben zudem Auskunft über den Tagesablauf und die Aktivitäten der Kinder im Kindergarten. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

Derzeit besuchen 74 Kinder den Kindergarten in Linsenhofen. 15 Erzieherinnen betreuen die fünf unterschiedlichen Gruppen, davon sind drei Erzieherinnen für die Krippe der Ein- bis Drei- jährigen zuständig.

Architekt Mark Stöckle war federführend für den Umbau zuständig. Durch den Einbau von Glasfenstern zum Flur gelang es, die Räume heller zu machen, außerdem wurden Wände eingezogen, die Waschräume vergrößert und eine Fußbodenheizung eingebaut. Neue Möbel ermöglichen bis zu zehn Schlafplätze.
Der Tagesablauf in der Krippe, die von 7 bis 13 Uhr geöffnet ist, sei jeden Tag einheitlich, erklärt Madeline Zeller, Krippen-Gruppenleiterin. Nach dem Freispiel folge der Morgenkreis und anschließend das gemeinsame Frühstück, später könne gezielten Aktivitäten nachgegangen werden. Gerade für Kinder ohne Geschwister biete der Krippenalltag die Möglichkeit, Zusammenleben, Interaktion und Spielen mit anderen Kindern zu erlernen.